In diesem, nahezu aus dem Nähkästchen erzählten Interview, spricht Alexander Weber davon, wie das Team der Labtagon die vergangenen Monate gestemmt hat. Insbesondere der Kontakt, sowohl zu unseren Kunden als auch innerhalb des Teams, stehen immer wieder auf dem Prüfstand. Denn nichts ist wichtiger, als den Kontakt aufrecht zu erhalten – selbst wenn das „echte“ Socializing teilweise überhaupt nicht durchführbar war.

Dominik Braun, der selbst als einer unserer Consultants täglich mit genau diesen Herausforderungen konfrontiert ist, hat das Gespräch mit unserem Geschäftsführer gesucht.  

Die globale Pandemie und der Umgang mit unseren Kunden und innerhalb des Teams

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Was haben wir aus den vergangenen Monaten mitgenommen?

Zu den Fragen, welche die gravierendsten Veränderungen sind, die die Pandemie mit sich gebracht hat, äußerte sich Alexander Weber wie folgt: 

„Man wusste früher gar nicht, wie viel remote geht.“ 

Das Reisen ist signifikant weniger geworden. Über einen langen Zeitraum hinweg gab es überhaupt keine Möglichkeit persönlicher Kontakte, da die Coronaregeln diese nicht zuließen. 

 Der plötzlich fehlende persönliche Austausch mit Kunden und mit den Kollegen war eine schwierige Umstellung. Für den Remoteeinsatz war die Labtagon schon vor der Pandemie bestens ausgerüstet und das Team hervorragend geschult. Dennoch ist es ein erheblicher Unterschied, ob monatelang ausschließlich virtuell konferiert wird, oder hin und wieder ein Treffen von Angesicht zu Angesicht stattfindet. 

„Wieviel Remote verträgt der Mensch und wieviel Remote verträgt ein Projekt.“ 

Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Bei den Mitarbeitern stellte sich die Frage, wie erfahren ist der- oder diejenige, wie ist es um die Selbstorganisation bestellt und wo ist Unterstützung und Hilfestellung notwendig.  

Auf Kundenseite zeigte sich, dass einige Kunden noch gar nicht so aufgestellt waren, dass man nahtlos in die virtuelle Welt hätte wechseln können. So wurden Lösungen gesucht, um die Kunden mitzunehmen und ihnen den Zugang in die digitale Kommunikation zu ermöglichen. Denn: Wo ein Wille ist, gibt es Wege.  

Kreative Lösungen waren gefragt 

Es gibt keinen adäquaten Ersatz für ein geselliges Beisammensein oder auch ein Arbeitsmeeting, in dem man sich gegenübersitzt. Dennoch können kreative Lösungen im Remoteumfeld eine solche Zeit deutlich erleichtern. 

Das monatliche Teammeeting beispielsweise wurde weiterhin durchgeführt, zwar remote aber mit der Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion innerhalb des Teams. 

Auch wurde ein virtuelles Essen mit Kunden initiiert. Eine charmante Lösung, sich pandemiekonform zu treffen und die Beziehung auch außerhalb eines Projektmeetings zu pflegen. Dazu wurde eine Essenslieferung zeitgleich an verschiedenen Orten Deutschlands organisiert und man speiste gemeinsam mit eingeschalteter Kamera.  

Chancen gibt es und wir nutzen diese auch 

Wir haben gelernt, dass es aus vielerlei Hinsicht vernünftig ist, das Reisen auf ein Minimum zu reduzieren, denn nicht nur die Aspekte Kosten sowie Umwelt- und Ressourcenschonung spielen in die Überlegung hinein. Aus der Sicht Alexander Webers ist die sehr hohe Belastung, die mit Vielreiserei und teilweise auch unnötigen Reisen einhergeht, mit Gesundheitsrisiken verbunden. Darüber hinaus entstehen zwangsläufig auch Defizite im privaten Bereich. Aus diesen Gründen ist das Reiseverhalten, wie es vor der Pandemie praktiziert wurde, kaum noch haltbar. Daher wird die Chance genutzt: Sowohl wir als auch Kunden und Partner haben gelernt, dass vieles Remote stressfreier und flexibler realisierbar ist. Dem Reisen wird zukünftig wieder ein höherer Wert beigemessen.   

Auslandsgeschäfte sind einfacher geworden. Auch dies ist eine Erkenntnis aus den vergangenen Monaten. Da mittlerweile überall ausschließlich remote gearbeitet wird, ist es nun auch für ausländische Interessenten zur Normalität geworden, IT-Dienstleistungen auch über Ländergrenzen hinweg anzufragen.  

Negatives wird als Chance zum Lernen verstanden 

Nicht unter den Teppich kehren möchte Alexander Weber die negativen Seiten der Remotearbeit. So ist beispielsweise die Kamera immer wieder ein Stressfaktor, sowohl bei unseren Kunden als auch bei uns. Stress deswegen, weil es außerordentlich anstrengend ist, stundenlang auf einen Bildschirm zu schauen. Gleichzeitig sind es auch völlig normale menschliche Gefühle, die hier eine Rolle spielen, denn viele Menschen fühlen sich grundsätzlich vor einer Kamera nicht wohl. 

An dieser Stelle wird zukünftig sicherlich noch mehr auf individuelle Befindlichkeiten und Bedürfnisse eingegangen. Dazu gehören ausreichend Pausen sowohl für die Augen als auch dafür, in regelmäßigen Abständen in ein analoges Umfeld switchen zu können. 

Ein weiteres Problem ist nach wie vor das Management der eigenen Zeit. Letztendlich gewinnen wir durch weniger Reisezeit mehr produktive Arbeitszeit. Dies verleitet jedoch dazu, sich zu eng zu takten ohne einzukalkulieren, dass viele Remotetermine einer Nacharbeitung bedürfen. Daran arbeitet das Labtagon Team bereits. Selbstmanagement ist das Zauberwort. 

Das Fazit aus dem Gespräch zwischen Dominik Braun und Alexander Weber ist, dass die Pandemie – nicht nur für die Labtagon –die Chance eröffnet hat, Dinge neu zu bewerten und neu zu organisieren. In vielerlei Hinsicht haben wir gelernt, dass die Möglichkeiten, flexibel und effizient auf das Daily Business zu reagieren, gestiegen sind. Richtig genutzt, kann es sowohl im geschäftlichen als auch im privaten Umfeld ein großer Gewinn sein. 

Dem gegenüber steht, dass bei allen Vorteilen die gesellschaftliche und soziale Komponente nicht aus den Augen verloren werden darf. Es gilt ein Gespür dafür zu entwickeln, was machbar ist und was nicht. Dies gilt sowohl im Bereich der Kundenbeziehungen als auch für das Wohlergehen des gesamten Teams. 

Das ganze Gespräch können Sie hier hören. Interview hören